Hermes — Lab30 Festival

By Karl Heinz Jeron • 26 Okt 2012

http://www.lab30.de/index.php

26. und 27. Oktober 2012

Kulturhaus abraxas Sommestr. 30 86156 Augsburg

Eine Handy-Oper in vier Akten

http://hermes.jeron.org

„Ich sitze grade im Zug. Wo bist Du?” Seit (fast) jeder ein Handy hat, finden privateste Telefongespräche nicht nur in geschlossenen Räumen statt, sondern werden öffentlich. Jahrelang hat sich der Künstler Karl Heinz Jeron in öffentlichen Verkehrsmitteln über die sinnlosen Telefonate seiner Sitznachbarn geärgert. Vor einigen Monaten beschloss er mitzuschreiben. Zwei Notizbücher sind schon voll. Die Texte werden digitalisiert und von kleinen, singenden Robotern aufgeführt: zwei Solisten und ein Chor. Für die Vertonung arbeitet Karl Heinz Jeron mit den Komponisten Robert Jähnert and Christian Rentschler zusammen. Das Bühnenbild ist eine Videoprojektion aus gemeinfreien Bilder, die zu den Begriffen im Libretto gefunden wurden.

Namensgebend ist Hermes, der Schutzgott der Redekunst. Die Handy-Gespräche bilden allgemeinmenschliche Situationen unter den Überschriften Geheimnis, Sex, Schuld, Verrat ab. In diesen vier Akten inszeniert der Künstler die mitgeschriebenen Gespräche und verwandelt Alltagssituationen in einen künstlerischen Akt.