What on earth has happened to the Public White Cube?

November 27th, 2008  | Categories: Bidder vs. 10lb Ape

It looks so different. The trashy monster by 10lb Ape looms in the semi-darkness, rather subdued. True, it hasn’t been pushed out to the fringes of the room as was intended by the original, sadly unrealised proposal by our first bidder Tim Roseborough. But the second intervention – to which Anette C. Halm and Andrea Halm acquired the rights for 301,97 euros (378,40 dollars) – has succeeded in shifting the centre of attention away from this huge sculpture for a few days, and it has done so without even touching the heaps of civilisation’s rubbish. It is enough to dim the lights, set up a monitor and show a film. And already, the museum space is no longer a White Cube. But it hasn’t turned into a Black Box either – more of a “grey cube”, a kind of grey area between the self-contained museum with its severe aesthetic and conceptual conditions and the world outside the door.

There can be no question at all that the short animation film “Mr. G.” produced by Halm & Halm is an irritant. Primarily, of course, because of its subject: it tells the story of an extremely religious young girl who is tempted by her local pastor’s promise of beautiful bible drawings, but then sexually molested during a summer holiday in his house. His hand wanders to her breasts while he is showing her the pictures, and he fumbles surreptitiously under the bedclothes when telling her goodnight stories. This is hard enough to swallow in itself, for it exploits not only our feelings of disgust, but also – very obviously – our moral outrage. But this film is realised using brightly-coloured amateur aesthetics, cobbled together to such an extent that it ruthlessly undermines any conventions of taste – or at least those you would expect to encounter in the SFMOMA. There is no apparent antidote to so much chutzpah, and the Public White Cube has demonstrated that its doors are wide open. Everybody can be an artist!

One almost feels like taking refuge in the doorway of 10lb Ape’s messy-apartment and waiting in the shadow of its rough walls until the familiar white museum light is switched on again next week. It is almost possible to sympathise with the formerly glittering giant. The next auction starts at 12 noon Pacific Time and 9 pm Central European Time. Why not join in the bidding; decide for yourself what should happen next with the sculpture by 10lb Ape and the Public White Cube. We look forward to your proposals. It is going to be hard to outdo this one.

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  1. December 3rd, 2008 at 13:04
    #1

    Es ist äußerst mutig, was das Halm-Team mit dem betont ironischen Film zeigt. Das Thema des Kindesmissbrauches könnte auch in normalbürgerlichem Umfeld angesiedelt sein, was umso schlimmer ist, spiegelt es doch ein pervertiertes Sexdenken und Gefühlsleben in heutigen Gesellschaften wider. Und vor jenem kann wohl bekanntlich selbst Religion nicht schützen. Leider. Darum vermag der Künstlerinnenfilm, dessen Buntheit gerade die Zynik des Geschehens unterstreicht, insbesondere in einem doppelbödig künstlerisch zugemüllten White Cube ins Schwarze treffen.

    Iris Caren von Württemberg
    (Künstlerin, Schriftstellerin)

  2. Ingrid u.Jürgen Schäfer
    December 5th, 2008 at 16:25
    #2

    Das im Film sichtbar gemachte Grauen des Missbrauchs von Kindern geht unter
    die Haut. Es ist das Besondere des Films etwas so zu zeigen, wie man es
    nie sieht. Eine gute kreative Umsetzung des Themas vom Halm-Team.

    Ingrid u. Jürgen Schäfer
    Esslingen

  3. Börries v. Ditfurth
    December 8th, 2008 at 11:34
    #3

    Herzlichen Glückwunsch zu dem gelungenen Film. Wer traut sich schon an dieses Thema heran?Ohne Voyeurismus zeigt das Team Halm in beindruckender Weise mit dem Film auf die Spitze des Eisbergs von pervertiertem Verhalten der Gesellschaft. Kindesmissbrauch ist unter anderem so grausam, weil die Opfer in der Regel mit dem grössten vorstellbaren Vertrauensmissbrauch konfrontiert werden, der in der Seele der Opfer einen Supergau hinterlässt, welcher selten komplett heilbar ist. Für die Opfer ist es sicher unerheblich, ob die Täter aus Kirche, Verwandtschaft oder der sonstigen Gesellschaft stammen, alle Täter zerstören in der kindlichen Seele sunamigleich das dort angelegte Vertrauen, intimste Gefühle und Liebe. Zerstörungen, die nicht sofort sichtbar sind und an denen die Opfer über ihr gesamtes Leben hinweg leiden müssen, ohne das ihnen von der Gesellschaft wirklich geholfen wird. In der Gesellschaft wird dieses Thema gern verdrängt oder, wenn es dann doch eher durch Zufall einmal an das Tageslicht kommt, gern unter den Teppich gekehrt. Welcher Hohn gegenüber den Opfern. Das Team Halm hat mit diesem Film vor einem weltweitem Publikum sichtbar gemacht, was andere gerne verstecken. Super gelungen, kann ich da nur schreiben. Die Gesellschaft sollte sich dieser Gedanken annehmen und die Täter ächten und die Opfer dauerhaft (Lebenslang = bis zum Tod) vor ihnen schützen. Wir sind heute anscheinend mehrheitlich bereit Steuersünder öffentlich anzuklagen, Täter, die sich am höchsten Gut der Gesellschaft, unseren Kinder und somit unserer Zukunft vergehen, geniessen dagegen den Schutz “des Volkes”, indem schon ihre Tat durch Gerichte selten und häufig nicht öffentlich verfolgt werden. Möge Gott den Opfern beistehen, der Gesellschaft die Einsicht geben und den Tätern ihren perversen, abartigen menschenverachtenden Trieb für immer nehmen. An erster Stelle aber möge er Menschen wie das Team Halm segnen, denen es so grossartig gelingt mit einfachen Mitteln so plakativ für die Opfer einzutreten.

    Börries v. Ditfurth
    (Unternehmensberater)

  4. Snapdad Hawkins
    December 20th, 2008 at 07:20
    #4

    Man, you Germans sure do talk funny…

  5. Iris Caren von Württemberg
    December 28th, 2008 at 14:32
    #5

    …what is funny in this case?

  6. February 4th, 2009 at 00:50
    #6

    Wir sind alle Opfer der Natur. Natur tut, was gut sich fühlt. Gott hat keinen Platz in einer Gesellschaft, die auf perversion und grausamem Schicksal errichtet wird. Wenn es Gras auf dem Feld gibt, spielen Sie Kugel.